Es wot es Froueli z’Märit gah
Die Frau geht auf den Markt und lässt den Mann zu Hause. Er soll den Hühnern die Eier abnehmen und auf die Kuchen im Ofen achten. Als sie heimkommt, sind die Kuchen weg, und der Mann schiebt es auf den Güggel, der sein Ei verlegt habe. Es folgt Streit, der Mann flüchtet zum Nachbarn, und dort stellt sich heraus: Dem ist es genauso ergangen.
Die Urform wird in einem dreistrophigen Spottlied aus dem 16. Jahrhundert vermutet («Es wollt ein Frau zum Weine gan»); erweitert um den zweiten Pantoffelhelden steht es auch in «Des Knaben Wunderhorn» (1806/08). In der Schweiz wird es in vielen Fassungen und Melodien gesungen, von Bern über Zürich, Luzern, Appenzell bis ins Aargau. Die heute geläufige Berner Version stammt aus der Sammlung «Im Röseligarte».